Dürre und Käferbefall bedeuten Gefahren im Wald

Dürre und Käferbefall bedeuten  Gefahren im Wald
Dürre und Käferbefall bedeuten  Gefahren im Wald

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) berichtet über die aktuellen Gefahren im Wald, die durch Dürre und Käferbefall entstehen. Waldbrandschutz, Unfallverhütung sowie Verkehrssicherung sind essenziell zu beachten um Unfälle zu vermeiden. Die häufigeren und intensiven Dürreperioden der letzten Jahre und der erhöhte Schad- und Totholzanteil erfordern eine geänderte Bewertung von Totholz im Wald. Positiven Wirkungen für den Naturschutz stehen erhöhte Gefahren durch Waldbrände und für die Sicherheit von Waldbesuchern und Forstpersonal gegenüber. Zum Schutz von Waldbesuchern und Forstarbeitern wird künftig auch die Entnahme von Totholz in Gefahrenzonen notwendig sein.

Totholz: Fluch und Segen zugleich

In nachhaltig bewirtschafteten Wäldern sind abgestorbene Bäume – stehend oder liegend – ein wichtiger Systembestandteil. Dieses sogenannte Totholz spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem: Viele Tiere, Pflanzen und Pilze sind auf diesen Lebensraum angewiesen. Das Thünen-Institut ermittelte durchschnittlich über 22 m3 Totholz pro ha in Deutschlands Wäldern. Durch die Dürre und den Borkenkäfer sind seit 2018 jedoch ganze Waldflächen abgestorben, die mancherorts zu mehreren hundert Kubikmetern Totholz pro ha führten. Diese riesigen Totholzmengen bergen beachtliches Waldbrandpotenzial. Große Waldbrände waren in Deutschland bisher eher selten, da regelmäßige Niederschläge die intensive Austrocknung des Pflanzenmaterials verhinderten. Die Anzahl und die Fläche der Waldbrände hat aber in den letzten Jahren durch den Klimawandel und zunehmende Hitze- und Trockenperioden zugenommen. Bodenvegetation und -streu trocknen durch fehlende Beschattung und hohe Verdunstungsverluste in den Kronen von Nadelbäumen stärker aus als bisher, abgestorbene Pflanzenreste, Nadeln und Feinreisig sind brandgefährlich. Mit dem trockenen Holz abgestorbener Bäume erhöht sich die Feuerintensität, d. h. es brennt länger und mit hohen Temperaturen. Deswegen gilt es, die Totholzmenge in Gebieten mit hoher Brandgefahr zu begrenzen

Unfälle bei Baumfällungen nehmen zu

Zudem stellen abgestorbene Bäume ein unkalkulierbares Risiko im Sinne der Wegesicherung dar. Waldbesitzende und Forstleute warnen davor, sich abgestorbenen Bäumen zu nähern, weil sie jederzeit Äste verlieren oder umfallen können. Um Waldbesuchende vor den Gefahren zu schützen, können Waldwege aus Gründen der Verkehrssicherung gesperrt werden. Aus gleichem Grund kann es bei Baumfällungen zu schweren Unfällen kommen. 2019 waren laut Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) 32 tödliche Unfälle bei der Waldarbeit zu beklagen, das entspricht einer Steigerung von 50 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Aufarbeitung sollte daher von professionellen Forstwirten und mit Unterstützung von Forstmaschinen erfolgen. Bund und Länder unterstützen Maßnahmen zur Bewältigung der durch die Extremereignisse verursachten Folgen im Wald finanziell.

Die FBG Saar geht dabei davon aus, dass der Anteil von Totholz zu begrenzen ist. Die geschilderten Probleme sind aber zu einer ordnungsgemäßen und naturnahen Waldbewirtschaftung unbedingt zu berücksichtigen. Dabei gilt es auch mögliche negative Einwirkungen auf Nachbarparzellen zu achten. Auch ist von erhöhter Aufwendung aufgrund von Wildbewuchs (Adlerfarn, Brombeeren etc.) bei einer Wiederbewaldung zu rechnen.

Wir empfehlen deshalb unseren Mitgliedern und jedem betroffenen Waldbesitzer die frühzeitige und ordentliche Behandlung von Kalamiätsfächen. Zur Beantragung mögliche Förderungen und weiteren Hilfestellungen steht Ihnen die FBG – Saar gerne zur Verfügung

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